Die Ausstellung
befindet sich in der ehemaligen
Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik

Vivantes GmbH
Netzwerk für Gesundheit
Oranienburger Str. 285
13437 Berlin | Haus 10

Öffnungszeiten
Mo-Fr 10.00-13.00 Uhr
So 13.00-17.00 Uhr
(letzter Einlass 16.30 Uhr)

Information und Anmeldung
Mobil +49 157 31701669
E-Mail mail@totgeschwiegen.org

 

 

1880: Städtische Irren- und Idiotenanstalt zu Dalldorf

Therapie vor 1933
Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war es üblich, Geisteskranke anzuketten. Danach entstanden staatliche Großanstalten, in denen die Kranken mit zum Teil grausam anmutenden Methoden behandelt wurden. In der Mitte des 19. Jahrhunderts setzte sich eine "moralische Behandlung" durch. Um 1900 kamen Bettbehandlung und Dauerbäder auf. Medikamente standen kaum zur Verfügung. mehr
Das Wittenauer Staffelsystem 1927/1928
Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich in Berlin ein Netz psychiatrischer Versorgung. Ausgangspunkt war die Dalldorfer Anstalt. mehr

Die Zwanziger Jahre in den
Wittenauer Heilstätten

Therapieformen
1933 bis 1945
Die herkömmlichen Therapien wurden in den 1930er Jahren durch Schockverfahren ergänzt. Gleichzeitig sahen sich die Anstalten immer stärkeren Sparmaßnahmen ausgesetzt. mehr
"Ausmerzende Erb- und Rassenpflege"
Die Gesundheitspolitik hatte im "Dritten Reich" eine Schlüsselstellung inne. Gleich zu Beginn wurden 1933 bis 1935 in rascher Folge entscheidende Gesetze als juristische Grundlage erlassen. mehr

"Gesundheit ist Pflicht"
Gesundheitspolitik im NS

Die Transporte
Ab März 1942 wurden verstärkt Patienten aus Wittenau nach Obrawalde "verlegt". Das Pflegepersonal organisierte und begleitete die Transporte in die Tötungsanstalt. mehr
Zentraldienststelle T4
Die Verwaltungszentrale der "Euthanasie"–Verbrechen befand sich in der Berliner Tiergartenstraße 4. mehr
Kinder-"Euthanasie"
Ernst Wentzler
Hans Heinze
Werner Catel

Ab März 1942 wurden verstärkt Patienten aus Wittenau nach Obrawalde "verlegt". Das Pflegepersonal organisierte und begleitete die Transporte in die Tötungsanstalt. mehr

Zwangssterilisierungen

Zwangssterilisierungen
Nach NS-Auffassung war der "Volkskörper" durch "erbbiologisch Minderwertige" bedroht. Das Erbgesundheitsgesetz erlaubte die Zwangssterilisation dieser Menschen. Bis Kriegsende waren rund 360.000 Patienten betroffen. mehr
Ausländische Zwangsarbeiter
Seit Kriegsbeginn wurden Menschen aus den besetzten Ländern in das Reichsgebiet verschleppt. Dort wurden sie als billige Arbeitskräfte zwangsverpflichtet. mehr
Doppeltes Stigma
Jüdische Anstaltsinsassen waren in der NS-Zeit doppelt stigmatisiert: als Bürger jüdischer Herkunft und als psychisch Kranke. mehr

 

"Vernichtung durch Arbeit"
Eine weitere Strategie der nationalsozialistischen Ausrottungspolitik war die "Vernichtung durch Arbeit". Dazu wurden ab 1942 jüdische Strafgefangene sowie Arbeitshausinsassen erfasst, ab 1943 auch psychisch kranke Straftäter. mehr
Das Kriegsende
Am 24. April 1945 erreichte die Rote Armee die Wittenauer Heilstätten. Die Soldaten besetzten das Gelände und ließen die Patienten frei. mehr